Von dem Stamme der Karakal, so an der Elbe sein Lager hat

Wir sind ein Häuflein Abenteuerer, die sich der Lebensart der alten Zeit verschrieben haben und trachten, selbige so wahrhaftig nachzuleben, wie es uns möglich ist. Unser Stamm, genannt der Stamm der Karakal, hat seinen Sitz an den Ufern der Elbe, in den Tagen des frühen Mittelalters. Auf den Mittelaltermärkten sind wir wohlbekannt und häufig zu Gast, und groß ist unsere Liebe zum Bogenschießen, zum Schwertkampf, zum Handwerk und zur Musik jener fernen Zeit. Stets sind wir bestrebt, unser Wissen zu mehren und unsere Fertigkeiten zu schärfen.

Als Angehörige des Stammes der Karakal erfreuen wir uns der Gemeinschaft und jener Freiheit, die das Leben auf dem Markte schenkt. Im Einklang mit der Natur bereiten wir unsere Speisen über offenem Feuer und begnügen uns mit den schlichtesten Werkzeugen, unser Dasein zu gestalten. Doch am höchsten schätzen wir die Freundschaft, die wir auf diesen Märkten finden, und die Gabe, uns in eine andere Zeit und Welt zu versetzen.

Manche Prüfung hat unsere Gemeinschaft schon bestanden, doch wissen wir wohl, dass wir noch immer wandeln in einer Welt voller Unsicherheit und Gefahr. Männer und Frauen rüsten sich wider mögliche Fehden mit anderen Stämmen oder Räubern, halten ihre Waffen bereit, sammeln Vorräte und sorgen sich um ihre Sippen. Und doch, trotz aller Zwietracht innerhalb und zwischen den Stämmen, gibt es Stunden der Freude – wenn wir uns des Abends am Feuer versammeln und Geschichten teilen. In solchen Stunden spüren wir, dass wir, aller Widrigkeiten zum Trotz, zusammenhalten und füreinander einstehen. Die Sorge um die Zukunft, um unsere Nachkommen, liegt gleich einem Schatten über uns und treibt uns an, unsere Fertigkeiten und unsere Gemeinschaft zu stärken. Wohl wissen wir, dass wir aufeinander angewiesen sind, wollen wir bestehen und uns wider Bedrohnis wehren. Doch auch die Hoffnung auf ein besseres Leben und eine sicherere Zukunft treibt uns an, gemeinsam den Weg zu beschreiten und den Prüfungen zu trotzen. Ein stolzes und tapferes Volk sind wir, das, aller Widrigkeiten zum Trotz, den Glauben an eine bessere Zukunft nicht fahren lässt.